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Mein Saisonstart 2020 im Europa Park

Viele von uns hat die Nachricht sicher getroffen, dass aufgrund der Corona Pandemie die Freizeitparks nicht wie gewohnt in die Sommersaison 2020 starten können.

Umso mehr können wir uns freuen, dass die Parks nun endlich wieder öffnen dürfen, wenn auch mit ein paar Einschränkungen. So also auch der Europa Park´, in welchem ich meinen Saisonstart 2020 verbracht habe.
Die neue Wasserwelt Rulantica hat jedoch noch geschlossen, öffnet aber ebenfalls bald ihre Tore.

Wie ich die Situation und die Umsetzung der Schutzmaßnahmen im Europa Park empfunden habe möchte ich euch nun kurz erläutern.

Anreise

Bevor man die Reise zum Europa Park antritt, gibt es einiges zu beachten.
Die Tickets können ausschließlich online über den Ticketshop erworben werden, da die Anzahl der Gäste pro Besuchstag reduziert werden muss.

Am Besten kauft ihr euch auch gleich ein Ticket für den Parkplatz mit dazu sofern ihr nicht in einem der Europa Park Hotels übernachtet., denn dann ist das Parken inklusive.

Die Anreise zum Park gestaltet sich dann wie immer völlig problemlos. Auf dem Parkplatz wird jedoch zwischen den parkenden Autos nun mehr Platz gelassen als früher, damit man sich beim Aussteigen nicht zu Nahe kommt.
Es gibt auch weiterhin Taschenkontrollen am Eingang, die Ticketkontrolle findet jedoch nicht mehr am Drehkreuz sondern an den Kassen statt, da diese ja nicht für den Ticketverkauf benötigt werden. Somit ist auch der Abstand zwischen Mitarbeiter und Gast gewährleistet. Im gesamten Eingangsbereich herrscht Mundschutzpflicht.

Betritt man nun den Park, fällt einem erstmal gar nichts ungewöhnliches auf und man kann wie gewohnt seinen Tag im Europa Park starten.

Schutzmaßnahmen / behördliche Auflagen

Spätestens beim Betreten der ersten Attraktion merkt man jedoch, dass eben doch nicht alles wie gewohnt ist. In den Wartebereichen und während der gesamten Fahrt auf einer Attraktion muss ebenfalls ein Mundschutz getragen werden. Dies wird auch auf Hinweisschildern erläutert und von den Mitarbeitern kontrolliert. Desweiteren befinden sich Abstandsmarkierungen am Boden. Zwischen zwei gelben Strichen dürfen sich maximal 3 Personen der selben Gruppe aufhalten.

An Stellen, an denen die Warteschlange parallel zueinander verläuft und so der Abstand nicht eingehalten werden könnte sind Plexiglasscheiben in Holzrahmen angebracht worden.
Ich habe diese nicht wirklich als störend empfunden bzw. sie sind mir anfangs auch gar nicht so aufgefallen.

Gelbe Markierungen weisen auf den Mindestabstand hin

In den Shops muss ebenfalls ein Mundschutz getragen werden und am Eingang steht ein Schild, wie viele Personen sich maximal in diesem Shop aufhalten dürfen. Bei den größeren Shops in der deutschen Allee werden kleine Körbe an die Gäste verteilt um zu kontrollieren wie viele Personen im jeweiligen Shop sind.

Es werden in den Attraktionen, Restaurants und Shops in regelmäßigen Abständen alle Kontaktflächen desinfiziert und man findet auch viele Desinfektionsstationen an den Eingängen, auch wenn diese oft nicht wirklich ausgeschildert bzw. etwas unauffällig da standen.

Auf den Toiletten ist jedes zweite Handwaschbecken (bei den Männern auch die Pissoirs) gesperrt, damit man auch hier den Abstand einhalten kann.

Attraktionen und Shows

Wie bereits erwähnt befinden sich in den Warteschlangen der Attraktionen Abstandsmarkierungen und auch ein Mundschutz muss getragen werden.

Auch auf den Fahrgeschäften selbst wird nicht jeder Platz besetzt, so dass es hier schon zu Kapazitätseinschränkungen kommt. Es dürfen immer nur Personen des selben Haushalts bzw. der selben Gruppe neben und hintereinander sitzen. Kontrolliert wird jedoch nicht, ob man auch wirklich zur selben Gruppe gehört. Ansonsten wird immer eine Reihe bzw. Sitzplatz zwischen fremden Gästen freigehalten. Dementsprechend darf man sich auch die Sitzplätze nicht mehr selbst aussuchen, sondern wird eingewiesen.

Das merkt man zB auch beim EP Express. Früher konnte man sich dort ein Wagenabteil aussuchen. Nun befindet sich dort eine Absperrung in die man sich einreihen muss. Kommt der Zug in der Station an, kontrolliert ein Mitarbeiter welche Abteile frei sind und man wird entsprechend einem freien Sitzplatz zugeteilt. Auch in den Achterbahnen wird man immer einer festen Reihe zugeteilt.

Shows finden im Park leider keine statt um Menschenansammlungen zu vermeiden. Das 4D Kino wird mit reduzierter Kapazität betrieben.

Als Ausgleich laufen überall im Park Schauspieler herum, welche teilweise auch Desinfektionsmittel bei sich haben. Das war jedoch bei unserem Aufenthalt bei den wenigsten Akteuren der Fall. Die meisten haben sich eher auf das Street Entertainment konzentriert um die Leute zu unterhalten. Ich persönlich fand das sehr angenehm.

Virtual Lane

Eine weitere, wie ich finde großartige Neuerung, die es im Park gibt, ist die sogenannte Virtual Lane. Hier kann man sich mittels der Europa Park App virtuell an einer Attraktion anstellen. Dazu muss man nur sein Eintrittsticket einscannen oder die Ticketnummer manuell eingeben. Diese sind dann in der App gespeichert und man kann sich damit anstellen.

Man wählt dazu die Attraktion aus die man besuchen möchte und klickt auf das Feld „virtuell anstellen“. Hier bekommt man dann ein Zeitfenster mitgeteilt, wann man am Eingang erscheinen muss. Man kann sich immer nur einmal zur selben Zeit virtuell anstellen. Mehrere Attraktionen gleichzeitig sind nicht möglich. Es ist jedoch möglich, jederzeit die virtuelle Warteschlange zu verlassen und eine neue Attraktion auszuwählen.

Per Push-Mitteilung wird man rechtzeitig vorher nochmal benachrichtigt, um nichts zu verpassen.
Beginnt das Zeitfenster kann man einen QR-Code öffnen, welcher dann vom Mitarbeiter am separaten Virtual Lane Eingang der Attraktion einscannt wird.
Verpasst man das Zeitfenster, verfällt der Zugangscode jedoch.

Man gelangt dann über diesen separaten Eingang (welcher größtenteils vorher als Single Rider Eingang genutzt wurde) direkt in die Station und kann kurze Zeit später los fahren.

Ein Schild weist den Weg zum Virtual Lane Eingang

Der große Vorteil dieses Systems ist natürlich, dass man während der Wartezeit einfach andere Dinge tun kann wie z.B. etwas essen oder andere Attraktionen besuchen. So schafft man noch mehr an einem Tag.

Ein Nachteil ist, dass die Single Rider Schlange dafür leider entfällt und man sich ggf. länger gedulden muss als wenn man sich normal anstellt. Bei unserem Besuch lag die normale Wartezeit z.B. bei 20 Min. bei BlueFire und die virtuelle Zeit bei über einer Std. Da man in der Zeit sich aber frei bewegen kann ist dieser Nachteil nicht ganz so schlimm.

Leider gab es bei unserem Besuch nur 4 Attraktionen mit diesem System nämlich Arthur, EuroMir, Wodan und BlueFire. Teilweise wurde die Virtual Lane auch kurzzeitig abgeschalten, wenn der Andrang zu hoch war.

Wartezeiten und Besucheraufkommen

Während unseres Besuchs war trotz der Tatsache, dass man sein Ticket vorab Online kaufen muss, erstaunlich wenig los im Park.
Entweder lag es daran, dass viele Besucher sich die Tickets dennoch erst kurzfristig je nach Wetter vorab kaufen oder daran das es ein Freitag war, denn Freitags ist oft weniger los in den Parks.

So genau kann man das leider nie vorhersagen, man merkte jedoch deutlich das viel weniger Besucher aus der Schweiz und Frankreich anwesend waren. Diese machen scheinbar im normalen Parkbetrieb doch eine erhebliche Anzahl der Gäste aus.

So war es bei unserem Besuch immer angenehm gefüllt und nicht überlaufen. Stellenweise hat man sogar gar keine anderen Gäste gesehen, was normalerweise im Europa Park nie vor kommt. Auch die Wartezeiten hielten sich mit bis zu 30 Min. (vereinzelt zur Mittagszeit auch mal 45 Min.) sehr in Grenzen. Oftmals konnte man, vor allem bei den Wasserattraktionen direkt in die Station durch laufen und das trotz der geringeren Kapazität der Fahrgeschäfte.

Fazit:

Alles in allem muss ich sagen hat mir der Besuch sehr gut gefallen, aufgrund der Begrenzungen der Eintrittskarten war der Park sehr leer, die Wartezeiten waren gering und es war allgemein nicht so wuselig. Dadurch konnte man sich viel freier und entspannter durch den Park bewegen.

Die Einschränkungen hielten sich sehr in Grenzen und die Mitarbeiter waren stets bemüht den Gästen einen unbeschwerten Aufenthalt zu bereiten.

An der ein oder anderen Stelle merkt man jedoch schon, dass es aufgrund der Schutzmaßnahmen zu Verzögerungen kommt und man muss hier einfach etwas geduldiger sein. Ich finde jedoch das entschleunigt auch etwas und man fühlt sich nicht so gehetzt.
Das einzige was mich wirklich etwas gestört hat, war das längere Tragen des Mundschutzes in den Wartebereichen. Vor allem wenn diese sich im Inneren befinden. Ich habe auch mitbekommen, wie ein Gast seinen Mundschutz auf der Silver Star aufgrund des Fahrtwindes verloren hatte.

Die Abstandsmarkierungen in den Attraktionen empfand ich sehr angenehm, da einem so die anderen Besucher nicht so dicht auf die Pelle rücken. Während unseres Besuchs sind mir hier auch keine Gäste negativ aufgefallen. Die Besucher haben sich größtenteils an die Vorgaben gehalten.

An manchen engeren Stellen im Park war es jedoch gar nicht möglich immer den Abstand einzuhalten oder die Leute haben beim vorbei gehen nicht so sehr darauf geachtet. Ich denke aber das man im „Eifer des Gefechtes“ das auch einfach nicht immer auf dem Schirm hat, man will den Tag ja schließlich genießen. Grobe Verstöße gegen die Regeln habe ich jedoch nirgends feststellen können.

Ich kann somit jedem einen Besuch im Europa Park uneingeschränkt empfehlen, sofern man mit den Schutzmaßnahmen kein Problem hat.
Wer beim längeren Tragen eines Mundschutzes Schwierigkeiten hat, sollte aber lieber auf einen Besuch verzichten.

Habt ihr bereits einen Freizeitpark in dieser Saison besucht? Wie waren eure Erfahrungen?

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